Stellungnahme zum Bericht der Zukunftskomission Landwirtschaft

Die Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) legte im Juli 2021 ihren Bericht unter dem Titel „Zukunft Landwirtschaft. Eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“ vor. Diese Vorstellungen und Empfehlungen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft erfordern eine umfassende Diskussion. ZKL 19 20210907.pdf (247612)
Die Agrarfakten-Autoren Gerhard Breitschuh, Thorsten Breitschuh, Martin Körschens, Manfred Munzert und Bernhard Pallutt kritisieren vor allem, dass die ZKL Transformationen empfiehlt, die bereits heute von einer Vielzahl landwirtschaftlicher Betriebe realisiert werden. Es entsteht der Eindruck, dass elementare Selbstverständlichkeiten von der ZKL formuliert wurden, als ob diese nicht längst bekannt wären.

Der Bericht enthält Widersprüche sowohl in den Zielen als auch in den Handlungsoptionen. Insbesondere in folgenden Punkten sind die Aussagen irreführend, falsch und/oder inakzeptabel. Hier nur einige unserer Fakten:

S. 17:   Landwirtschaft emittiert Treibhausgase, entzieht aber dank der Fotosynthese eine
            weitaus größere CO2-Menge aus der Atmosphäre.
S. 34:   Trotz der immensen medialen, politischen und finanziellen Unterstützung stieg die
            Öko-Landbaufläche von 1994 bis 2019 nur um 0,67 %/Jahr.
S 48:    Der Ausbau des Ökolandbaus ist klimapolitisch nicht zielführend, wenn nicht sogar
             unverantwortbar. Ökolandbau verursacht zwar über geringere THG-Emissionen je ha
             LF, emittiert je Produkteinheit jedoch mehr THG und reduziert die CO2-Entnahme je  
             ha aus der Atmosphäre.
S 48:    Die Erhöhung des Humusgehaltes zur Reduzierung der CO2 –Konzentration der
            Atmosphäre ist eine „fatale Illusion“. Die dafür notwendige organische Substanz
            müsste zusätzlich erzeugt und geerntet werden. Weniger als 10 % der organischen
            Primärsubstanz werden im Boden akkumuliert und das auch nur vorübergehend.
S.138:  Hinsichtlich der Bewertung der Methoden der Gentechnik sollte die Stellungnahme
            von mehr als 100 Nobelpreisträgern beachtet werden.
S.140:  Die in Europa erzeugbare Biomasse zu verringern, kann und darf angesichts der
            Welternährungssituation und der global begrenzten Agrarfläche keine Zieloption sein,
             zumal damit keine klimapolitischen Vorteile zu erwarten sind.

Es fehlen Hinweise zu den von der Wissenschaft dringend zu lösenden Problemen, das betrifft u. a. die praxisorientierte Humusforschung (Richtwerte, Humusbilanzmethode...), Ursachen des Insektensterbens…, 50 %ige Reduzierung des PSM-Aufwandes usw.

Lesen sie die komplette Stellungnahme unter: ZKL 19 20210907.pdf (241,8 kB)

 

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